Das verschwundene Sudetenland
február 7th, 2008 | kategória: Partners, Presseschau, headerhttp://www.antikomplex.cz/?q=de
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Die Laienspielgruppe PaThália wurde 2000 von 15 Schülern unter der Leitung von Frau Tímea Faragó, Theaterpädagogin gegründet. Die PaThália stellt jedes Jahr eine deutschsprachige Produktion auf die Bühne, die zum Teil von bekannten Bühnenautoren stammen, zum Teil selbst geschrieben sind und jährlich mehrmals aufgeführt werden.

Die Gruppe hält die Pflege der kulturellen Traditionen des Ungarndeutschtums an einer deutschen Schule in Ungarn für ihre Aufgabe, sowie auch die Erziehung eines Publikums, das die deutschsprachigen Aufführungen zu schätzen weiß.
Die Mitglieder der Gruppe sind Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums (Altersgruppe 14-18 Jahre). Sie proben pro Woche zweimal im Theatersaal der Schule. Die Anzahl der Mitglieder ist nicht konstant.
Donautanz ist eine deutsch-ungarische Initiative zur wissenschaftlichen und künstlerischen Aufarbeitung des Nachlasses des Leipziger Tanzforschers Dr. Kurt Petermann. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Tänze der Ungarndeutschen und die Frage wie Folklore zwischen Nation und Transnation in Europa heute und morgen gebraucht und missbraucht werden kann.
Das Weber-Haus mit dem herkömmlichen Gang, mit seinen sich einander anschließenden fünf Zimmern, das heute unser Heimatmuseum beherbergt, war einst Wohnhaus von zwei Generationen einer wohlhabenden Familie.
Das Museum beabsichtigt die mit der Vertreibung von 1946 zerschlagene bäuerlich-bürgerliche Lebensform darzustellen. Der erste große Raum zeigt uns das traditionelle Wuderscher Wohnzimmer, mit anderen Worten die „reine” oder „schöne” Stube. Sehr interessant wirken die hier stehenden Puppen von Braut und Bräutigam in origineller Tracht, und auch die Ecke mit dem Familienheiligtum, das uns Zeugnis gibt von dem tief religiösen, katholischen Charakter der Siedlung; hier sind die über Generationen hindurch gebrauchten Gebetbücher und auch die von verschiedenen Wallfahrten mitgebrachten Andenken zu sehen.
An den Wänden hängen die Sinnbilder der Eheschließung – der Brautkranz hinter Glas - , neben dem Familienbett steht die Wiege. Im offenen Schrank und auch auf den Betten können schön gesondert die Trachten verschiedener Generationen besichtigt werden; man bekommt auch Einsicht in Kleidungsbräuche: Dem Lebensalter entsprechend wird das Kopftuch immer dunkler und die Frauentracht zeigt verschiedene Eigenarten.
Es ist auch gelungen, die ehemalige deutsche Küche zu rekonstruieren, es wird versucht die einstige „offene Küche” d.h. den offenen Kamin zu symbolisieren, den Stolz der Hausfrau, die Sammlung der geblümten-glasierten Schalen zu zeigen.
Ein wichtiges Werkzeug der Hausfrau war die Handmangel. Das neben der Händewaschschüssel angebrachte Wandschutztuch ermahnt zur Ordnung, in der Küche mußte stets Ordnung sein.
Einige für Kinder geschnitzte Möbelstücke geben darüber Auskunft, daß die Kleinkinder wohl den größten Teil des Tages in der Nähe der Mutter verbrachten. Besonders interessant ist in der offenen Küche die an der Wand angebrachte gestickte Schriftentafelei mit gotischen Lettern.
Im kleinsten Zimmer des Museums geben wir Auskunft über Leben und Wirken und den Gebrauchsgegenständen des Chorleiters Matthias Szakály und des Schuldirektors Josef Hauser.
Beide sind hochgeschätzte Ehrenbürger von Budaörs. Sie nahmen aktiven Anteil am kulturellen Leben der Siedlung und trugen damit viel zur Bewahrung der Wuderscher Traditionen bei. Dies bezeugen auch ihre ausgestellten Werke, Liedersammlungen und Gedenkmedaillen.
www.heimatmuseum.hu