Archive for the ‘der Wissenschaft’ Category

PRO CULTURA MINORITATUM HUNGARIAE

csütörtök, június 26th, 2008

FELHÍVÁS

A MAGYARORSZÁGI NEMZETI ÉS ETNIKAI KISEBBSÉGEK KULTURÁLIS TEVÉKENYSÉGÉÉRT DÍJ JELÖLÉSÉRE
A Magyar Művelődési Intézet és Képzőművészeti Lektorátus a Magyarországon élő nemzeti és etnikai kisebbségek számára díjat alapított kulturális tevékenységük elismeréséért PRO CULTURA MINORITATUM HUNGARIAE” (a magyarországi kisebbségek kultúrájáért) elnevezéssel.

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Bleyer, Jakob

szerda, október 17th, 2007

Bleyer, Jakob, Wortführer der Ungarndeutschen, Germanist (Literaturhistoriker), * Tscheb/Batschka 25. Jan. 1874 - � Bp. 05. Dez. 1933; Studium als Eötvös-Kollegiat in Bp., 1897 Promotion, danach Gymnasiallehrer in Bp. und Ödenburg, 1903-1904 Stipendiat in München und Leipzig, nach der Heimkehr Gymnasiallehrer in Bp., ab 1905 gleichzeitig Privatdozent an der Universität, 1905 bis 1909 Sekretär des Bper Philologenverbandes, 1908 Universitätsprofessor in Klausenburg, 1911 bis 1919 und ab 1921 in Bp., 1911 korresp. Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, ab 1917 Teilnahme am politischen Leben als Vorkämpfer für die Minderheitenrechte der Ungarndeutschen, 1919-1920 Minister für nationale Minderheiten, 1923 Vorsitzender des staatlich nicht anerkannten Ungarnländischen Deutschen Volksbildungsvereins (UDV), 1924 2. Vorsitzender des neu gegründeten und staatlich anerkannten Ungarnländischen Deutschen Volksbildungsvereins , wobei 50% der Vorstandsmitglieder (auch der Vorstizender Dr. Gustav Gratz) vom Staat bestimmt wurden, 1921 Gründer und Herausgeber des Sonntagsblattes, welcher 1924 offiziell zum Sprachrohr des UDV wurde, aber immerhin unabhängig blieb, ab 1920 Abgeordneter der Nationalversammlung, ab 1926 des ungarischen Parlaments (Prof. Dr. Jakob Bleyers Rede im Ungarischen Abgeordnetenhaus am 9. Mai 1933),  Mitherausgeber des Egyetemes Philologiai Közlöny (Philologischer Universal-Anzeiger), 1926 Ehrensenator und -doktor der Universität Tübingen, 1929-1933 Herausgeber der Deutsch-Ungarischen Heimatblätter. In seinen zahlreichen Publikationen war er bestrebt, den deutschen Einfluß in der ungarischen Literatur nachzuweisen. Neben seiner umfangreichen wissenschaftlichen Tätigkeit, in der er eine Intensivierung der germanistischen Forschung herbeiführte, widmete er seine ganze Kraft der Verwirklichung des Minderheitenschutzes der Ungarndeutschen und wurde deshalb - trotz seines ausgewogenen Standpunktes - von nationalistischen Kreisen heftig bekämpft. (tovább…)

Joseph Pehm (Mindszenty József)

szombat, október 13th, 2007

Pehm - MindszentyErzbischof und Kardinal von Gran (Esztergom), Fürstprimas von Ungarn, legitimistischer Politiker. Theologische Studien in Steinamanger (Szombathely), Priesterweihe am 12. Juni 1915. Er war Kaplan in der Gemeinde Felsőpaty, dann Theologielehrer in Zalaegerszeg; während der Räterepublik wurde er aus dem Komitat Zala ausgewiesen. 1919 wurde er Priester in Zalaegerszeg, und gründete hier Ordenshäuser für Männer und Frauen, Schulen, Vereine und eine Druckerei. Titularer Abt (1924), päpstlicher Prälat (1937). Ab März 1944 Bischof von Veszprém/Weissbrunn. Zusammen mit den Bischöfen Vilmos Apor, Lajos Shvoy und mit dem Hauptabt Krizosztom Kelemen Krizosztom verfasste er eine Denkschrift, in der sie Szálasi baten, Transdanubien nicht der Verwüstung der Nachhutgefechten auszusetzen. Die Pfeilkreuzler warfen ihn deswegen am Ende November 1944 ins Gefängnis von Sopronkőhida, aus dem er Ende März 1945 rauskam, als die Wächter geflohen waren. Papst XII. Pius ernannte ihn zum Erzbischof Gran. Er gab zusammen mit dem Bischofsrat einen Rundbrief im Zusammenhang mit den nationalen Wahlen von 1945 aus, gegen den die Parteien der Koalition protestierten. 1946 wurde er zum Kardinal ernannt. Er nahm Stellung gegen die volksdemokratischen Reformen, vor allem die Verstaatlichung der Schulen (16. Juni 1948). Er wurde wegen der Verdacht auf einer Straftat auf Untreue gegenüber dem Staat und wegen des Versuches der Beseitigung der Republik im Dezember 1948 verhaftet; der Rat des Volksgerichtes verurteilte ihn im Rahmen eines Schauprozesses zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe, doch unter Berücksichtigung seines gesundheitlichen Zustandes wurde er nach einer gewissen Zeit im bischöflichen Ferienhaus in Felsőpetény unter Hausarrest gestellt. Am 31. Oktober 1956 stellte er sich an die Seite der Revolution und des Freiheitskampfes und wurde von Soldaten nach Budapest gebracht. Am 3. November hielt er eine Rede im Rundfunk, in der er die Überprüfung des Bodenreforms forderte. In der Nacht von dem 3. auf den 4. November bat er bei der Budapester Botschaft der USA um Asyl; fortan hielt er sich fünfzehn Jahre lang hier auf. Im Herbst 1971 verließ er endgültig Ungarn und ließ sich in Wien nieder. Papst VI. Paul erklärte 1973 den Erzbischofsstuhl von Esztergom/Gran für vakant. Mindszenty machte dann eine Rundreise in den USA. Er starb im Krankenhaus des Barmherzigen Ordens in Wien und wurde in Mariazell beigesetzt (15. Mai.). Seine sterblichen Überreste wurden am 4. Mai 1991 in der Gruft der Basilika von Gran zur ewigen Ruhe gesetzt.

Ignaz Philipp Semmelweis, Retter der Mütter

szombat, október 13th, 2007

Semmelweis(ungarisch: Semmelweis Ignác Fülöp) (* 1. Juli 1818 in Ofen, (in Budapest); † 13. August 1865 in Döbling bei Wien) war ein ungardeutscher Arzt. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien.Er erkannte die Ursache für das Kindbettfieber und führte als erster Hygienevorschriften für Ärzte und Krankenhauspersonal ein.

Dr. Franz Riedl

péntek, október 5th, 2007

Dr. Franz Riedl ©HeimatmuseumFranz Riedl, geboren am 17. August 1910 in der grossen deutschen Gemeinde Budaörs/Wudersch, studierte nach seinem Abitur an den Universitäten Budapest, Paris, und Bonn. 1933 erfolgte er seine Promotion. Bereits als junger Student schloss er sich der Volkstumsarbeit des grossen Wortführers des ungarländischen Deutschtums, Prof. Dr. Jakob Bleyer an und war kurze Zeit einer der Kultrusekretäre des Ungarländischen Deutschen Volksbildungsvereins.
Ein Jahr lang unterrichtete er dann als weltliche Lehrkraft am Budapester Piaristengymnasium, von 1935 bis 1940 am Königlich-Katholischen Gymnasium in Nyíregyháza und vom September 1940 bis zur Flucht im Herbst 1944 am deutschen Jakob Bleyer Gymnasium in Budapest. In Deutschland fand er in Neuhausen mit seiner Familie eine neue Heimat. Von 1946 bis zu seiner 1975 erfolgten Pensionierung unterrichtete Dr. Riedl am Georgii-Gymnasium in Esslingen.
Franz Riedl war mit seinen Budaörsern und seinen ungarndeutschen Landsleuten seit seiner frühesten Jugend bis zu seinem Tode aufs engste verbunden. Er war dabei, als die Heimatzeitung „Unsere Post” und „Unser Hauskalender” von dem unvergessenen Dr. Ludwig Leber ins Leben gerufen worden sind. Ebenso gehörte er zu den Mitbegründern der Ungarndeutschen Landsmannschaft.
Er hatte das Amt des Kulturreferenten inne, auch nach der Fusion beider ungarndeutschen Landsmannschaften zur Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn behielt er dieses. Als Kulturreferent ist es ihm ein besonderes Anliegen gewesen, das kulturelle Erbe unserer Ahnen der Nachwelt zu überliefern.
Er verfasste 1952 das „Budaörser Heimatbuch”, 1962 mit Stefan Steiner den repräsentativen Bildband „Die Ungarndeutschen – Weg einer Volksgruppe”, 1965 den Bildband „Budaörs, Perle des Ofner Berglandes”.
Riedl war jahrzentelang Redakteur der Sportseite unserer Heimatzeitung.
Er schrieb sowohl in dieser als auch im Kalender zahlreiche Erzählungen, Gedichte und Berichte. Auf mehreren in Gerlingen stattgefundenen kulturpolitischen Seminaren hielt er Vorträge, wobei er aus seinem reichen Wissen über die Geschichte unserer Volksgruppe schöpfte. Natürlich ist er dabeigewesen, wenn sich seine Wuderscher trafen. Er war Ehrenvorsitzender des Heimatkomitees seiner Heimatgemeinde.
Er ist am 2. Mai 1984 gestorben.