Archive for the ‘Brauchtum’ Category

Dreikönigstag

kedd, január 6th, 2009

DreikönigDer 6. Januar führt gleich zu zwei Namen im Kalender, nämlich Epiphanias und Dreikönigstag. In vielen Familien wird der Weihnachtsbaum zum letzten Mal angezündet und anschließend geplündert.

Mit dem Dreikönigstag gehen die Zwölf Nächte zu Ende, man schreibt mit Kreide die Buchstaben C+M+B an die Haustür und hofft, damit wieder für ein Jahr alles Übel fernhalten zu können. Caspar, Melchior und Balthasar, die drei Weisen aus dem Morgenland, geben den Hintergrund des Brauch.

Der Dreikönigstag war - ähnlich wie die Osternacht - früher ein traditioneller Tauftag. Im Gedenken an die Taufe findet daher die Dreikönigswasserweihe statt. Mit dem geweihten Wasser, das meist einige Tage lang in der Kirche abgeholt werden kann, werden die Häuser und Wohnungen gesegnet. Geweiht werden Salz, Weihrauch und Kreide. Salz, weil es schal gewordenes Wasser wieder lebendig macht, Weihrauch als Zeichen des Gebetes, das zu Gott aufsteigt, und die Kreide für den Haussegen. Sie schreiben dann die drei Buchstaben “C+M+B” und die Jahreszahl mit Kreide an die Haustüren. Längst weiß natürlich jeder, dass die Buchstaben für den lateinischen Segensspruch “Christus Mansionem Benedicat” stehen - Christus segne diese Wohnung.

Der hl. Nikolaus

péntek, december 5th, 2008

Der hl. Nikolaus, Bischof von Myra (Kleinasien) wurde wegen seiner Freigebigkeit sehr verehrt und  zum Gabenbringer der Adventszeit erklaert. Auf deutschem Sprachgebiet tritt er als Gabenspender und Kinderfreund erst seit dem 16. Jahrhundert auf. Seit dieser Zeit ist der Brauch bezeugt, dass die Kinder ihre Schuhe vor die Haustür stellen, in die der Nikolaus dann nachts seine Gaben hineinlegt

Ostern in Wudersch

hétfő, március 24th, 2008

Am Tage der Auferstehung Jesus wurden auf dem Steinberg drei Mörserschüsse abgefeuert; diesen Brauch hat noch der Erbauer der Kapelle, Franz Wendler, eingeführt. Die Kirche war zu allen Messen an diesem Tag von Gläubigen überfüllt, während des Hochamtes wurden beim Evangelium und der Elevation von den Schützen Salutschüsse abgegeben und am Ende der Messe standen die Schützen Spalier für den Pfarrer zu seinem Gang aus der Kirche ins Pfarrhaus.
An diesem Tag besuchten die Taufpaten ihre Patenkinder und überbrachten ihnen Geschenke.

Der Karsamstag

szombat, március 22nd, 2008

ist der letzte Tag der 40-tägigen Fastenzeit, ein Tag der Stille während der Grabesruhe Jesu und der Vorbereitung auf den Feiertag der Auferstehung Jesu, auf Ostern.

“Die kirchliche Entsprechung  des Osterfeuers ist die Feuerweihe am Karsamstag vormittag. Das vor der Kirche angebrannte Karsamstagsfeuer wird auch Judas- oder Judenverbrennen genannt.” (Die Ungarndeutschen (Karl Manherz, Útmutató Verlag, Budapest)

Fastenzeit in Wudersch

kedd, március 18th, 2008

Mit dem Aschermittwoch begann die Fastenzeit und dauerte bis Ostern, dabei war die strengste Periode die Karwoche. Am Palmsonntag wurden – zum Gedenken des festlichen Einzugs von Jesus in Jerusalem – Palmkätzchen in der Kirche geweiht, die man dann nach Hause trug, wo sie neben das Kreuz bzw. neben ein heiliges Bild gesteckt worden sind.
Am Gründonnerstag war abends eine feierliche Messe, als die „Glocken nach Rom flogen“, - dann gingen die Kinder mit Ratschen durch die Gassen der Gemeinde und ersetzten dadurch das morgendliche-, Mittags- und Abendläuten.
Karfreitag war ein strenger Fasttag, gearbeitet wurde an diesem Tag nicht. Die Budaörser beteten und sangen zu Hause, gingen dann am Nachmittag um drei Uhr mit der von der Kirche ausgehenden Prozession zum Kalvarienberg, wo sie dem Kreuzweg beiwohnten und damit dem Leidensweg und dem Kreuztod Christi gedachten. Auch eine ganztägige Anbetung in der Kirche war an diesem Tag üblich, am anderen Tag (Samstag) standen die Mitglieder des Schützenvereins Wache am Heiligen Grab.
Am Karsamstag kamen die „Glocken zurück aus Rom“, der Auferstehungsumgang am Abend war dann wieder eine gemeinsame Feier der ganzen Gemeinde. Der ungefähr 300 m lange Umgang wurde bei brennenden Kerzen von Blasmusik begleitet.

Herrgottswinkel

hétfő, március 17th, 2008

HerrgottswinkelEin Herrgottswinkel ist ein altarähnlicher sakraler Bereich in Wohnhäusern, der meistens in der Küche in einer Zimmerecke zu finden ist. Er besteht aus einem Kreuz Christi, evtl. auch Blumen und weiteren kleinen christlichen Kostbarkeiten.

Aschermittwoch

kedd, február 5th, 2008

„Wir aschen die Hausfrau,
wie wir ihre Tochter zum Tanz aufgefordert haben.
Wenigstens ein Ei und ein kleines Stück Wurst
geben sie uns in unsren Korb!“

Mariä Lichtmess - Fest der Darstellung des Herrn im Tempel

kedd, február 5th, 2008

Das Fest der “Darstellung des Herrn” wird vierzig Tage nach Weihnachten als Abschluss der weihnachtlichen Feste gefeiert. Die Krippe wird abgebaut und der Christbaum endgültig aus der Wohnung entfernt.

An Lichtmess wurde der Jahresbedarf an Kerzen für die Kirchen geweiht, die Leute brachten auch Kerzen für den häuslichen Gebrauch zur Segnung, diese gesegneten Kerzen sollten vor allem in der dunklen Jahreszeit das Gebetbuch beleuchten, oder als schwarze Wetterkerzen Unwetter abwehren. Heute wird das früher bedeutende Fest nur noch selten wie früher mit einer Lichterprozession gefeiert.

Nach diesem Tag begann die Arbeit der Bauern nach der Winterpause wieder. Als “Schlenkeltag” war Lichtmess ein wichtiger Termin für Dienstboten: an Lichtmess wurde oft der Dienstherr gewechselt.

Blasiussegen

vasárnap, február 3rd, 2008

Blasius war von Beruf Arzt und wurde Bischof von SebasteAuf das volkstümliche Wunder der Heilung des Jungen mit der Fischgräte geht seit dem 16. Jahrhundert der Brauch des Blasiussegens zurück, wobei zwei geweihte Kerzen gekreuzt vor den Hals gehalten werden, was bei Halsschmerzen, Ersticken und anderen Halserkrankungen helfen soll. Das Segenswort lautet im Benediktionale: “Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen” oder “Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil; er segne dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unsern Herrn”. Das Brauchtum, am 3. Februar sich “den Hals segnen” zu lassen, hat sich über Jahrhunderte gehalten; Februar ist der Monat, dem schon die alten Römer den Namen “Februarius”, “Fiebermonat” gegeben haben.

Blasius war von Beruf Arzt und wurde Bischof von Sebaste, damals Hauptstadt der römischen Provinz Armenia. Unter Kaiser Licinius erlitt er das Martyrium.

Neujahrswünsche

szombat, december 29th, 2007

Zum Jahresabschluss wurde immer die Danksagung festlich begangen. Die Blasmusik durfte da nicht fehlen. Sobald das Kirchliche beendet war, spielte die Musik zum Tanz auf. Um 24 Jahr schauten die Unverheirateten, daß sie schnell nach Hause kamen, um den Eltern zu allererst das neue Jahr anzuwünschen, und am frühen Morgen fing das an, und dauerte oft noch Tage. Die Kinder gingen zu allen Verwandten. Einige dieser Wunsche:

ich wünsch Euch ein glückseliges
neues Jahr. Christkindl ins Herz hinein
Fried und Einigkeit, ewig Glückseligkeit
so soll Euer neues Jahr ein.

oder
Bin ein kleines Bingel
stell mich net ins Winkel
laßt mich net so laung stehn
ich muß a Häusel weiter gehn.

Bin a klaner Esel
Stell mich auf an Beset
Halt ich mein Handl auf
Gebts mir a Göld drauf.

Wünsch i wünsch i
was net wos, greifts in
Sock und geibt‘s ma wos.

Hinter Ofen hockt a Hoos
greifts in Sock und geibts ma wos.

Krottendorf (Békásmegyer)