Am Karfreitag gedenkt die Kirche des Leidens und des Todes Christi
Meist findet in Ungarn, in Deutschland und auch in Österreich der Kreuzweg um 15 Uhr - zur Stunde des Leidens und Todes unseres Herrn - statt. Abends wird dann die Karfreitagsliturgie gefeiert, aber in der Liturgie findet an diesem Tag keine Hl. Messe statt. Berührend ist die Kreuzenthüllung unter dem dreimaligen Ruf des Priesters: “Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen!” und die Antwort des Volkes: “Kommt lasset uns anbeten”. Weiters die “Prostratio”, das sich-Hinwerfen der Priester und Assistenz vor dem Kreuz zum Zeichen der Ehrfurcht und Ganzhingabe, und die schweigende Kreuzverehrung mit tiefer Kniebeuge, oft auch mit der Darbringung von Rosen oder anderen Blumen. Im Rahmen der Karfreitagsliturgie werden die “großen Fürbitten” gesprochen. Die Karfreitagsliturgie endet vielerortens noch mit einer Möglichkeit zur stillen Anbetung an einem Seitenaltar in der abgedunkelten Kirche.



